Organisation und Gestaltung der Trauerfeier

 

Beisetzung, Orgelspiel, Grabrede oder auch Trauerschmaus – eine Bestattung kann eine ganze Menge Programmpunkte haben, weswegen Sie sich am besten einige Gedanken um die Organisation der Trauerfeier machen sollten. Dass das vielen Menschen anlässlich des Todes eines geliebten Menschen schwerfällt und Sie nicht den Kopf dafür freihaben, ist mehr als verständlich. Deswegen gibt es Bestattungsunternehmen, die Sie mit der Organisation und Gestaltung der Bestattung beauftragen können. Unser 11880.com-Bestattung-Ratgeber sagt Ihnen, was alles zu einer vollständigen Trauerfeier dazugehört.

Was ist die Trauerfeier?

Trauerfeier
© Pawel_Czaja - istockphotos.com

Dazu ist es vielleicht erst einmal interessant und wichtig zu wissen, was die Trauerfeier überhaupt ist. Dabei handelt es sich nicht um die ganze Bestattungszeremonie, das Begräbnis selbst ist hiermit also zum Beispiel nicht gemeint. Die Trauerfeier ist vielmehr der Teil der Beerdigung, in dem man ein letztes Mal des Toten gedenkt. Hier kann eine Rede gehalten oder Trauermusik gespielt werden und hier wird der Tote ein letztes Mal aufgebahrt, zwischen Trauerschmuck und meist in einer Friedhofskapelle.

Gestaltung der Trauerhalle

Letztere können Sie je nach Bestattungsverfügung oder auch zu einem bestimmten Grad nach eigenen Vorstellungen innerhalb eines bestimmten Rahmens gestalten. Der Tradition nach werden Trauerfeiern in Friedhofskapellen abgehalten, manche Bestattungsunternehmen bieten aber auch alternative Räumlichkeiten an. Zu deren Gestaltung gehören zum Beispiel Blumen für die Trauerfeier (siehe auch: Blumen Bedeutung), ein Trauerkranz, Kerzen, Vasen und neben dem Sarg oder der Urne oftmals auch ein großes Bild oder persönliche Gegenstände des Verstorbenen. Die Sitzordnung bei der Trauerfeier sieht Hinterbliebene und enge Verwandte vor dem erweiterten Verwandten- und Freundeskreis vor, die wiederum vor entfernten Verwandten und Bekannten sitzen. Ihnen allen gegenüber befindet sich der Sarg / die Urne und das Rednerpult.

Musik bei der Trauerfeier

Neben dieser rein optischen Gestaltung der Trauerfeier können Sie natürlich auch für akustische Untermalung sorgen. Wenige Trauerfeiern finden gänzlich ohne Trauermusik statt. Hier haben Sie eher die große Auswahl, als viele Regeln zu beachten. Als Trauermusik kommen ebenso kirchliche Musik oder Orgelstücke infrage wie auch die Lieblingsmusik des Verstorbenen, wahlweise aber auch Gesangs- oder Instrumentalaufführungen von Anwesenden. Detaillierte Informationen zu Musik bei der Beerdigung finden Sie hier

Trauerrede

Auch die Rede ist ein gern und häufig gewähltes Element bei der Gestaltung von Bestattungen. Gerade die engsten Verwandten und Freunde eines Verstorbenen wollen es sich nicht nehmen lassen, noch einen letzten Gruß an den Dahingeschiedenen zu richten und so letztlich auch den anderen Trauergästen den Abschied zu erleichtern und das Andenken des Verstorbenen zu ehren. Solch literarische Werke können neben der persönlichen Rede auch Anekdoten aus dem gemeinsamen Leben sein, aber auch Sprichwörter oder Sinnsprüche, die den Verstorbenen charakterisieren und natürlich auch hier wieder kirchliche Texte.

Einladung der Trauergäste

Texte ganz anderer Art brauchen Sie für die Einladung der Trauergäste. Auch die gehört zur Organisation der Trauerfeier. Die Einladung kann über drei Kanäle erfolgen:

  • öffentliche Traueranzeige
  • Trauerkarten
  • direkte persönliche Einladung

Die letzte Variante bietet Ihnen sicherlich den besten Überblick über die später tatsächliche Gästeanzahl, mit der Sie bei der Trauerfeier rechnen müssen – zum Beispiel für den späteren Leichenschmaus. Denn auch der steht bei vielen Bestattungen ganz zum Schluss auf dem Plan. Hier können Sie am besten Plätze und Gedecke planen, wenn Sie vorab die genaue Anzahl an teilnehmenden Trauergästen wissen.

Weiterer Ablauf der Trauerfeier

weg auf friedhof
© HisWondrousWorks - istockphotos.com

Doch bevor es so weit ist, erfolgt erst noch der Trauermarsch. Dieser startet direkt aus der Friedhofskapelle, wobei die Träger das Behältnis zur Grabstätte bringen. Bitte beachten Sie, dass bei einer anonymen Bestattung dieser Abschnitt nicht mehr von Angehörigen und Hinterbliebenen begleitet werden kann. Sofern es sich nicht um eine anonyme Bestattung handelt, können alle Hinterbliebenen, Verwandte und Freunde am Grab Abschied vom Verstorbenen nehmen und gegebenenfalls Grabbeigaben erbringen. Anschließend kann – falls gewünscht – die Beileidsbekundung stattfinden oder die Anwesenden können sich in Kondolenzlisten eintragen, woraufhin dann – auch nur falls erwünscht – letztlich der Trauerschmaus erfolgen kann.

Rat für den Tag der Bestattung

Wie auch immer er letztlich im Detail abläuft: Der Tag der Bestattung ist an sich ein besonders einschneidendes Ereignis. Versuchen Sie, sich für die Fahrten Hilfe zu organisieren, damit Sie nicht selbst unter dem Eindruck der Emotionen fahren müssen. Denken Sie gegebenenfalls auch an Medikamente, die Sie einnehmen müssen sowie an ausreichend Taschentücher, je nach Wetterlage einen Schirm und natürlich an die angemessene schwarze Kleidung.

Hilfe durch Bestattungsunternehmen

Letztere sind Details bei der Selbstorganisation rund um die Bestattung, die Sie kaum Aufwand kosten oder Sie großartig bei der Trauerarbeit stören. Ansonsten kann die Organisation und Gestaltung einer Trauerfeier und einer kompletten Bestattung sehr viel Zeit und Mühen kosten. Da Sie im wahrsten Sinne andere Sorgen haben werden, empfehlen wir Ihnen, ein erfahrenes Bestattungsunternehmen in Ihrer Nähe mit den teilweise komplexen organisatorischen Aufgaben zu betrauen, die rund um die Bestattung auf Sie zukommen können.



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